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Marc Chagall: Daphnis und Chloé - Poèmes
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Sündenfall (Titelblatt) Daphnis und Chloe, 1961, Original-Farblithographie, 42,3 x 32,5 cm, © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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16. Januar 2010 bis 21. März 2010
Blätter aus dem Bestand des Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post und aus der Sammlung der Galerie Fetzer in Sontheim an der Brenz
Die großartigen Farblithografien beschreiben den paradiesischen Reiz der griechischen Landschaft und das Erwachen einer naiven Liebe zwischen zwei Hirtenkindern. Der griechisch-französische Verleger Tériade hatte Marc Chagall Anfang 1952 vorgeschlagen, den antiken Liebesroman des griechischen Dichters Longus „Daphnis und Chloe“ zu illustrieren.
Frühlingsanfang (Frühling auf der Wiese) Daphnis und Chloe, 1961, Original-Farblithographie, 42,3 x 65 cm, © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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Longus schrieb die Geschichte vermutlich im 3. Jahrhundert auf der ägäischen Insel Lesbos. Sie erzählt von zwei Kindern, die - von ihren Eltern ausgesetzt - von einer Ziege und einem Schaf genährt werden und später in die Obhut zweier Hirtenfamilien gelangen. Daphnis und Chloé wachsen bei den Hirten auf. Sie stehen unter dem Schutz der Nymphen des Gottes Pan und entdecken auf etlichen Umwegen ihre Liebe füreinander. Bald wird auch ihre besondere Herkunft entdeckt. Die Geschichte endet mit dem Hochzeitsmahl und der Hochzeitsnacht in der Grotte der Nymphen.
Die Hochzeitsnacht Daphnis und Chloe, 1961, Original-Farblithographie, 42,3 x 65 cm, © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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Als Vorbereitung zu den Arbeiten reiste Chagall zweimal an die Schauplätze der Handlung, um sich von den Formen der Landschaft, ihren Farben und dem Licht inspirieren zu lassen. In Bildern voller Poesie und Farbe schuf Marc Chagall ein Werk, dessen Zauber sich kein Betrachter zu entziehen vermag. Die Lithographien verweben die blühende mediterrane Welt des Pan und Eros mit fernen russischen und ostjüdischen Märchenerinnerungen. Der Zyklus vereint virtuose Malerei und bewundernswerte Poesie in unwiderstehlichem Zauber und gilt durch seine eindringliche und leuchtende Farbigkeit als eines seiner schönsten und kostbarsten Werke.
Chloes Kuss Daphnis und Chloe, 1961, Original-Farblithographie, 42,3 x 32,5 cm, © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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Ergänzt wird die Ausstellung durch einen einzigartigen Zyklus von farbigen Holzschnitten - genannt Poèmes - aus dem Jahr 1968. Mit ihnen illustrierte Chagall eine Sammlung eigener Gedichte, die in den Jahren 1930 bis 1964 entstanden waren. Was sofort nach Beginn der Lektüre dieser Gedichte von Chagall auffällt, ist die Übereinstimmung der Themen mit denjenigen seiner Kunstwerke.
Ma Mère Poèmes, 1968 Farb-Holzschnitt, 37,0 x 28,5 cm © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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Dies sind vor allem die russische Heimat - Witebsk, die Stadt der Holzhäuser und der einfachen Menschen; dann die jüdisch-chassidische Tradition - die Hoffnung, die jüdischen Bräuche und die Feste. Erst in zweiter Linie findet man in den Gedichten Chagalls allgemeine Themen wie die Liebe, die Einsamkeit und die Beziehung zu Gott.
Tu m'as rempli les Mains Poèmes, 1968 Farb-Holzschnitt, 37,0 x 28,5 cm © VG Bildkunst, Bonn 2009/2010
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Diese Serie von 24 Farbholzschnitte - teilweise mit Collage - ist eine der Höhepunkte seines Gesamtwerkes: leichte, lässige, oft verspielte, manchmal erotisch aufgeladene Blätter voller biblischer Anspielungen und autobiografischer Bezüge.
Presseberichte:
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Herforder Kunstverein
im Daniel-Pöppelmann-Haus e.V.
Deichtorwall 2 | 32052 Herford
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag 14 bis 18 Uhr Sonntag 11 bis 18 Uhr Montag geschlossen
Eintrittspreise:
Erwachsene 4,50 Euro ermäßigt 2,50 Euro
Anfahrt
Kontakt
Impressum
Vortrag
11. März 2010, 19:00 Uhr
Dr. Andreas Cante, Kunstforum Matthäus Hamburg: „Adolph Menzel. Die Welt im Blick“
Führung durch die Ausstellung
Marc Chagall: Daphnis und Chloé - Poèmes Samstag, 13. März 2010 um 15.00 Uhr mit Frau Sonja Ziemann-Heitkemper
Führung durch die Ausstellung
Marc Chagall: Daphnis und Chloé - Poèmes
Sonntag, 14. März 2010 um 15.00 Uhr mit Frau Sonja Ziemann-Heitkemper
After-Work-Chagall am Donnerstag
Donnerstag 18. März 2010. Einlass ab 18.00 Uhr (bis 21.00 Uhr). Frau Sonja Ziemann-Heitkemper bietet um 18.30 Uhr eine Sonderführung an.
Partner des Herforder Kunstvereins:
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